T-15 Armata Zvezda 3681 Baubericht

Das Modellbausatz T-15 Armata von Zvezda wurde hier schon vorgestellt. Und der erste Eindruck war positiv. Wie gut lässt sich der Bausatz bauen und wie gut haben die Konstrukteure von Zvezda Ihre Hausaufgaben gemacht? Das werden wir hier gleich sehen.

90 Prozent der Teile haben sehr gute Passgenauigkeit aber es ist empfehlenswert erst die Teile trocken anpassen und erst dann zusammen kleben. Sehr viele Teile haben ganz leichtes Grat der auf dem Spritzling nicht war genommen wird. Das gleiche trifft auch bei Sinkstellen an unerwarteten Orten. Auch der Formversatz und etwas ungünstig positionierte Angüsse an einigen Teilen haben mir zu schaffen gemacht. Die Position von einigen Teilen und Baugruppen ist nicht eindeutig dargestellt und ich musste immer wieder auf die Walkaround’s zurück greifen.

Die Bauanleitung sehe ich als eine Empfehlung denn man nicht unbedingt folgen muss. Ich habe die Reihenfolge etwas geändert um später die Bemalung zu erleichtern. Nach dem der Kampfmodul zusammen gebaut wurde habe ich die vordere ERA Malachit in Angriff genommen (Baugruppe 11-a, 17-a, 17-b und das Teil F9). Dann wurde die obere Wanne bestückt und anschließend Laufwerk und Kette an die untere Wanne angebracht und vorübergehend mit Holzleim fixiert. Am ende hatte ich mehrere vormontierte Baugruppen und einzelne Teile die für die Bemalung bereit sind.

Und jetzt zu den einzelnen Baugruppen von T-15 Armata.

Kampfmodul / Turm

Der Modul selbst lässt sich ganz gut zusammen bauen. An die Rückwand muss ein Loch für die Antennenhalter (C8) gebohrt werden (Zvezda hat es einfach vergessen wie auch paar andere). Das Teil C48 hat eine Sinkstelle bei deren Beseitigung werden zwei Schraubenköpfe weg geschliffen und müssen dann neu gemacht werden. Der Halter für die Kornet Raketen besteht aus mehrere filigrane Teile die eine sorgfältige Anpassung benötigen. Leider ist die Befestigung an dem Kampfmodul nicht zu ende durchdacht und man soll bei abschließende Montage penibel auf die richtige Positionierung diese Teile achten. Die Abdeckung für die Startcontainer könnte man dünner schleifen damit es realistischer Aussieht (das habe ich leider versäumt). Achten Sie bitte auf die Ausrichtung von vorderen und hinteren Verschlüssdeckel bei dem Startcontainer. Die vorderen Deckel sind im Original nur in eine Position montier und hinteren werden beliebig angebracht. Da könnte der Hersteller eine Führung mit einbauen um die Fehler zu vermeiden.

Das Teil C4 (Positionen 3 und 4) muss mit Kabel in Richtung Kampfmodul eingebaut werden. Das sind also zwei unterschiedliche Teile die den gleichen Nummer haben. Die beiden Antennen und der Sensor (C16, C17 und C19) „glänzen“ mit dem Formversatz. Die Funkantenne (C19) lässt sich mit Hilfe von Albion Alloys Röhrchen ganz schnell und einfach Scratchen, die PK-Antenne (C17) könnte man gegen ein aus Metall gedrehtes Teil von Magic Models (MM35201) austauschen und der Sensor (C16) auf die altbewährte Art mit Feile zu bearbeiten. Die Atennenfüße weisen weniger Details als es im realem Leben ist. Die Korrektur ist bei diesen Teilen leicht durchzuführen. Von vier Montageösen auf dem Modul hat der Hersteller nur drei dargestellt, die vierte (vorne rechts) wurde vergessen. Das PKT MG-Rohr muss aufgebohrt werden. Deren Ummantelung hat aber vier Kühlöffnungen zuwenig.

Bei 2A42 Kanone muss der Lauf auch aufgebohrt werden und der Schutzmantel in seine Form korrigiert. Im Original ist der Schutzmantel ein Viereck, bei Zvezda ist es ein flaches Sechseck geworden. Einfach die untere und obere Kante weg schleifen und gut ist es.

Nun gehen wir zur Wanne über.

Wen man die hinteren Leuchten (G46) nach Bauanleitung einfach drauf klebt werden die einen zu großen Abstand zu die Wanne haben. Ich empfehle ein Loch vorzubohren um die Leuchte näher an die Wanne zu bringen. Vor allem der Pin an der Leuchte ist vorhanden aber das Loch in die Wanne nicht. Zvezda hat es wahrscheinlich in der Eile vergessen 🙂 Genau wie die hintere Schmutzfänger die wir auf jedem Bild sehen können nur nicht in diesem Bausatz.

Und noch ein auffälliges Detail hat Zvezda übersehen. Einen Öffnung an die Wanne links über dem Werfer von KAZ Afganit.

Die vier Abschleppösen sind durch einen Formversatz gezeichnet und außerdem haben zwei Einschnitte statt einem.

Bei der T-15 Armata sind vorne an die Wanne zwei winkel angebracht die an jede Seite einen Bohrung haben. Diese Bohrungen müssen wir an beiden Teilen (G13) selbst setzen.

Ansaugstutzen für ABC Anlage (H20) muss von den Seiten einen Gitter haben der Detailverliebter Modellbauer selbst nachbauen muss.

Der Deckel auf der rechte Seite (Teil H58) kann montiert werden muss aber nicht. Es existieren Bilder die beides bestätigen.

 

Zvezda schlägt uns vor an dem Staukorb hinten rechts zwei Teile (G20) anzubringen. Was das genau ist könnte ich nicht herausfinden aber mit Sicherheit kann ich nur folgendes sagen, das sind zwei Flüssigkeitsbehälter bei denen der Hersteller ziemlich markante Einfüllöffnungen einfach vergessen hat.

Wer diese Teile weglassen will (was auch nicht verkehrt währe) muss die entsprechende Montagehalter von dem Teil H7 entfernen. Übrigens diese Behälter sind nur bei einem Fahrzeug auf RAE-2015 zu sehen. Die Montage der Baugruppe 8-a empfehle ich bei der Position 9 durchzuführen nach dem das Teil F11 und Baugruppe 9-e schon eingebaut sind. Es kann sein dass zwischen die Wanne, Baugruppe 9-e und das Teil F11 ein Spalt bildet der etwas Spachtelmasse brauchen wird.

Auch die Teile F16, F17, H49 und H50 brauchen sorgfältiges Anpassen damit am Ende alles gut zusammen passt und nicht in sich zusammen fällt. An der vordere Kante von ERA Malachit sieht man die einzelne Elemente, bei dem Bausatz ist diese Stelle absolut glatt, also nachgravieren.

Natürlich muss ich noch der Lüftungsgitter erwähnen. Dieses Nylon-Gitter was Zvezda dazu gibt ist absolut unbrauchbar und schreit förmlich nach Ersatz. Das gleiche kann man auch über die SLAT-Armor an die hintere Rampe sagen.

Das aktive Schutzsystem KAZ Afganit schützt das Fahrzeug auf zwei Arten: Hardkill – Bekämpfung von geschossen und Softkill – das Ziel für gegnerische Geschosse unsichtbar zu machen. Die Hardkill-Werfer (Teil G30) sind die zehn große Rohre die an die Wanne im vorderem Bereich links und rechts montiert sind. Und Softkill-Werfer (Baugruppen 9-d und 17-c) sind in vier Blöcken zusammengefast zwei davon befinden sich an die Wanne links und rechts und zwei hinten. Im Original haben die Hardkill-Werfer einen U-Förmigen Halter was man bei dem Blick von oben gut erkennen kann. Bei diesem T-15 Armata Bausatz ist das leider nicht der Fall. Wie man das mit wenig Aufwand lösen kann habe ich noch nicht herausgefunden.

Die Hardkill-Werfer haben einen Deckel mit zwei Aussparungen an der Seite. Diese Aussparungen sind gut dargestellt aber das vorderes Teil des Deckels fehlt komplett.

Dafür wurde die leicht ovale Form des Werfers ganz gut getroffen. Nun zu den Softkill-Werfern. Bei den vorderen Blöcken wurden sämtliche Schrauben vergessen, insgesamt sind es acht Stück pro Einheit. Der Unterbau von dem Werfer sieht in wahrem Leben auch viel Detailreicher aus.

Die hinteren Softkill-Werfer haben einen ungünstig positioniertes Anguss der sich direkt auf dem überlappendem Blech befindet. Und ein gut sichtbarer Winkel wurde schon wieder vom Hersteller ignoriert.

Die Kette lässt sich ganz gut zusammen bauen nach dem man die etlich Auswerfer verspachtelt hat. Der Formversatz bei Laufrollen wird mit eine Feile egalisiert. Dank Segmenten-Bauweise der Kette in diesem Bausatz sind die löcher zwischen den Führungszähnen zu. Wer wirklich Originalgetreu haben will muss die einzelne Löcher zwischen den Kettengliedern freischneiden.

Bei den Endverbinder sieht es auch düster aus. Aber es ging nicht anderes ohne den Preis für die Form in höhe zu treiben. Ob der Ätzteile Set von Voyager Model (PEA391) eine Abhilfe schaffen kann muss ich noch prüfen.

Wer seine T-15 Armata in der Parade-Ausführung bauen will muss unbedingt die Kettenpolster besorgen die in diesem Bausatz nicht vorhanden sind.

Insgesamt habe ich einen Eindruck dass Zvezda sich bemüht hat der Bausatz von T-15 Armata schleunigst auf den Markt zubringen. Und dadurch sind Fehler entstanden die man bei genauere Planung und Kontrolle vermeiden könnte. Aber ich muss auch sagen dass der Kit war schnell zusammen gebaut und mit ein wenig Eigeninitiative und guten Referenzbildern lässt sich daraus ein schönes Modell zaubern der wie ein T-15 Armata aussieht 🙂

Der T-15 Armata (Objekt 149) den Sie auf diesen Bildern sehen ist bis auf die Kornet Startvorrichtung zusammen gebaut und wartet auf die nächste Etappe: Waschanlage und Lackierbox.

Die in diesem Beitrag verwendete original Bilder stammen von: V. Kuzmin, A. Kuznetsov, M. Beljaev und A. Kryuchenko.